Geschichte

Segensreiches Wunder der Natur

Es geschah im Jahre 1651: Auf dem Hof „Gottines-Husum“ sprudelte urplötzlich eigenartig riechendes, heisses Wasser aus dem Boden. Für die Menschen damals im ersten Moment ein Schock. Doch schon schnell erkannten Sie das grosse Geschenk der Natur und wussten es heilbringend zu nutzen. Seit diesem denkwürdigen Tag hat Bad Schinznach die stärkste und ausgewogenste Schwefel-Thermalquelle der Schweiz. Ein wertvolle Ressource, mit der im Bad Schinznach stets sorgsam und bewusst umgegangen wurde.

Schon in früheren Zeiten lobten Wissenschaftler und Ärzte aus aller Welt Schinznach mit seiner Thermalquelle als „Heilbad von hoher medizinischer Qualität“. Ein Prädikat, das es heutzutage mehr denn je verdient. Das Calcium-Natrium-Sulfat-Chloridwasser mit seiner besonderen Zusammensetzung ist ein grossartiges Geschenk der Natur. Von Menschenhand geschaffen sind dagegen alle Einrichtungen, mit denen wir das Thermalwasser zum Wohle unserer Gäste bestmöglich nutzen.

Seit 1998 werden die Thermalbäder aus einer neuen und noch heisseren Thermalquelle gespeist. Sie liegt nur wenige Meter von der alten entfernt, die 36 Grad warmes Wasser lieferte. Jetzt drückt das Heilwasser aus den Tiefen der Erdkruste (genau aus 390 Metern) sogar 42 Grad heiss an die Oberfläche. Und das in so hoher Qualität, dass man es nach der Aufbereitung sogar trinken kann …

Thermalbaden: Geht unter die Haut …

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Die Schwefel-Thermalquelle sprudelt wie eh und je, die Ansprüche der Kurgäste aber sind im Laufe der Zeit immer höher geworden. Wellness heisst das grosse Zauberwort, das mit seinem ganzheitlichen Ansatz weit mehr einschliesst als traditionelles Baden. Im Bad Schinznach erfahren Sie die ganze Bedeutung des Begriffs und seine vielen angenehmen Seiten am eigenen Leib. Sie werden sich am Ende Ihres Aufenthaltes fühlen, als seien sie dem Jungbrunnen entstiegen.

Das hat nicht allein mit der Heilquelle und den Anlagen unserer Badelandschaft zu tun. Vielmehr finden Sie im Bad Schinznach auch eine Privat-Klinik, ein Kurhotel, ein gastronomisches Angebot für jeden Geschmack und vielfältige Sportmöglichkeiten vor – alles eingebettet in eine der grössten und schönsten Parkanlagen der Schweiz mit uraltem Baumbestand auf einem Areal von rund 530.000 Quadratmetern.

Rund eine halbe Million Gäste jährlich wissen zu schätzen, dass sie in Bad Schinznach rund um die Thermalquelle ein ganzheitliches Wellness-Programm für Körper und Seele geboten bekommen. Wir freuen uns darauf, auch Sie begrüssen zu dürfen!

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Tradition

Schon vor Jahrtausenden haben die Menschen die wohltuende und heilende Wirkung von Thermalwasser entdeckt. Bereits die alten Römer genossen das Bad in warmen Thermen und pflegten eine hoch entwickelte Badekultur. Das luxuriöse Baden für besseres körperliches und seelisches Wohlbefinden hat eine lange Tradition. Im Bad Schinznach findet sie ihre Fortsetzung in schönster Form.

Thermalbaden

Was schon den alten Römern ihr Körper signalisierte, ist heute über das persönliche Empfinden hinaus auch wissenschaftlich nachgewiesen. Das Wasser der Schinznacher Thermalquelle hat eine angenehme Wirkung auf den gesamten Organismus und es wirkt lindernd insbesondere bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Luftwege und der Haut sowie bei peripheren Zirkulationsstörungen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Wirtschaften hatte im Bad Schinznach schon immer einen hohen Stellenwert. Nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit nutzen wir unsere Thermalquelle auch geothermisch. Auf diese Weise können jedes Jahr rund 520 Tonnen Heizöl eingespart werden. Nicht nur im Interesse der Ökonomie, sondern auch zum Vorteil der Umwelt, die pro Jahr um 1.400 Tonnen CO2 weniger belastet wird.

Seit 1651 Quelle des Wohlbefindens

Heute ist die Bad Schinznach AG ein erfolgreiches Dienstleistungsunternehmen mit verschiedenen Geschäftsbereichen rund um die Nutzung der Thermalquelle. Darüber freuen wir uns. Stolz sind wir aber auch auf die bewegte und ruhmreiche Vergangenheit von Schinznach-Bad als Kur- und Badeort. Folgen Sie uns auf eine kleine Zeitreise zu den wichtigsten Stationen von heute bis zurück ins Jahr 1651.

Wenn Sie die Historie vom Bad Schinznach und seiner Thermalquelle noch ausführlicher lesen wollen, finden Sie unsere Geschichtsbroschüre hier als PDF.

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2015: Aquarena-Refresh und Eröffnung des BABOR BEAUTY SPA

Von Juni bis August 2015 wurde das Aquarena fun für ca. CHF 4 Mio. grundlegend renoviert. Neben neuen Platten im Aussenbereich wurden u.a. die Fassade samt Fenstern erneuert sowie die Garderoben neu gestaltet. Zudem sorgt eine neue Lüftungs- und Lichtsteuerung für ein gänzlich neues Wellness-Erlebnis. Auch das Eintritts-System mit modernen Chipbändern wurde in diesem Rahmen ersetzt.

Mit der Eröffnung des BABOR BEAUTY SPA am 7./8. November 2015 wird im  Thermi spa ein neues Kapitel im Zuge der ständigen Verbesserung unseres Angebots aufgeschlagen. Bei den Anwendungen und Behandlungen kommen ab sofort ausschliesslich die hochwertigen Produkte von BABOR, dem Pionier der professionellen Luxus-Hautpflege, zum Einsatz.

Chronik-2011
2011: Thermi spa wird eröffnet

Ein neues Zeitalter des Thermalbadens beginnt im Bad Schinznach Ende Oktober 2011 mit der Eröffnung des Thermi spa. Nach einer grundlegenden Neu- und Umbaumassnahme präsentiert es sich jetzt als moderne Bäder- und Wellnesseinrichtung selbst für höchste Ansprüche. Neue Attraktionen erhält auch das Freizeit-Thermalbad, das nun Aquarena fun heisst.

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1993: Weitere Bauprojekte

Weitere Bauprojekte schliessen sich an. 1993 wird der Rundbau innen ausgehöhlt und komplett erneuert. Anschliessend wird im Empireflügel die erste Etappe einer Rehabilitationsklinik eingerichtet. Die Klinik geht so gut, dass bereits 1994 eine zweite Etappe im Rundbau eröffnet wird. 1996 wird die Massena-Scheune saniert und es finden darin Geschäfte und eine Bar Platz. 2002 entsteht der grosse neue Speisesaal im Kurhotel.

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1991: Aquarena wird eröffnet

Als Ergänzung zum Thermi wird am 1. November 1991 das Freizeit-Thermalbad Aquarena eröffnet. Es ist von Anfang an gut besucht und vor allem seine Einnahmen bescheren dem Bad Schinznach nach schwierigen Jahren wieder schwarze Zahlen.

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1988: Kurhotel renoviert

Nach einer Renovierung wird das Kurhotel Im Park (ehemals Parkhotel) unter neuem Namen wiedereröffnet. Schon damals bietet es hohen Komfort für anspruchsvolle Gäste und wird dem Ruf vom Bad Schinznach als mondäner Kur- und Badeort gerecht.

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1974: Thermi wird gegründet

Die Gründung des Thermi im Hofrats-Gebäude ist ein weiteres wichtiges Ereignis in der Geschichte vom Bad Schinznach. Als Thermalbad spielt es seither eine besonders wichtige Rolle unter den vielen Einrichtungen.

1972: Neue Rheumaklinik

Im Dezember 1969 wird mit dem Bau der neuen Rheumaklinik begonnen. Im April 1972 kann sie die ersten Patienten aufnehmen. Bereits nach drei Wochen sind alle 74 Betten belegt. 2001 wird aus der Rheuma- und Rehabilitationsklinik die aar Reha Schinznach, was wesentlich zur Aufwertung beiträgt.

1965: Klinik als Stiftung

Der Aufschwung Schinznachs in den Folgejahren beruht auf der Neugestaltung des Spitals für Rheuma, Knochen- und Gelenkleiden, Hautkrankheiten, hartnäckige Katarrhe und Entzündungen. Anfang 1965 wird die Klinik von der Bad Schinznach AG als selbständige gemeinnützige Stiftung abgetrennt.

Chronik-1914
1914: Der Erste Weltkrieg

Die nächste Hiobsbotschaft folgt mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914. Zu einer Zeit, als die Gebäude und Anlagen in Bad Schinznach in bestem Zustand sind. Nach Kriegsende werden viele Anstrengungen unternommen, um Bad Schinznach und seiner Thermalquelle wieder zu früherem Glanz zu verhelfen. Doch die Zeiten bleiben weiter schwer …

Chronik-1865
1865: Bekannt in ganz Europa

Bad Schinznach entwickelt sich zu einem der angesehensten Heil- und Kurbäder Europas. Allein im Jahre 1865 werden über 40.000 Bäder bereitet, wobei viele Besucher auch aus Frankreich kommen. Umso schlimmer der Rückschlag 1870, als im Juli Napoleon III. Preussen den Krieg erklärt und alle Gäste abreisen.

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1824: Der grosse Rundbau

Das nächste grosse Bauprojekt ist der Rundbau mit Badekabinen und Fremdenzimmern mit Zentralheizung im ersten Stock, der 1824 in Angriff genommen wird. 1828 geht er in Betrieb und ist von nun an ein Wahrzeichen von Bad Schinznach. Ein Kanal leitet das Wasser der Thermalquelle zum Rundbau.

1809: Kolonnade wird gebaut

Die neuen Besitzer lassen den Verbindungsteil zwischen den Hauptgebäuden abreissen. Er wird ersetzt durch eine Kolonnade mit einem grossen Speisesaal darüber. Man passt sich der Heilbäderentwicklung an und bietet immer vielfältigere Anwendungen des Wassers aus der Thermalquelle.

1786: Erstmals ein Aargauer Besitzer

Heilquelle und Gasthof gehen 1786 zum ersten Mal in den Besitz eines Aargauers über: Gottlieb Rohr von Lenzburg. Unter ihm übersteht Schinznach die kommende Kriegsnot und unter seinem Sohn Gottlieb Rohr und seinem Schwiegersohn Johann Rauschenbach-Rohr erlebt das Bad ab 1806 einen neuen Aufschwung

1738: Kurpark wird angelegt

Das nächste grössere Bauprojekt ist ein Krankenhaus für Arme und ein Armenbad. Auch der Vorläufer des heutigen Kurparks wird bereits angelegt. Besitzer ist zu jener Zeit Abraham Morell, Abkömmling eines Burgergeschlechts der Stadt Bern.

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1708: Weitere neue Bauten

Auch in den folgenden Jahren wird fleissig gebaut. Bis zum Jahre 1708 bekommt das Gasthaus einen „Zwillingsbau“ und die beiden Gebäudekomplexe werden mit einer hohen Mauer zur Aare hin miteinander verbunden. Dahinter werden ausserdem zwei grosse Scheunen errichtet.

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1691: Lange Suche erfolgreich

Der Zürcher „Badgraber“ Lienhard Bindschedler sucht über Jahre ausdauernd nach der verschwundenen Thermalquelle – und hat Erfolg. Im Winter 1691/92 entdeckt er sie wieder und unter dem neuen Nutzungsberechtigten Oberst Samuel Von Muralt (ab 1696) entstehen rasch neue Bauten.

1670: Hochwasser spült alles weg

Die erste Blütezeit der Heilquelle, die sich schnell grosser Beliebtheit erfreut, findet 1670 ein jähes Ende. Ein erneutes Hochwasser spült die Gebäude und Anlagen einfach weg. Das beim Hochwasser von 1651 nach rechts verlegte Aarebett schwenkt wieder nach links zurück und nirgends lässt sich die Thermalquelle mehr finden.

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1663: Bereits zwei Gebäude

Nachdem sich Samuel Nötiger von Bern die Nutzungsrechte für die Thermalquelle gesichert hat, umfasst der Betrieb 1663 bereits zwei Gebäude, eine Scheune und zwei Badhäuschen. Der Zürcher Arzt Jakob Ziegler verfasst eine empfehlende „Beschreibung des köstlichen und warmen Gesund-Bades beI Schintznacht …“

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1651: Die Quelle sprudelt

Als die Aare nach einer Überschwemmung wieder zurückgeht, sprudelt nahe des Hofes „Gottines-Husum“ plötzlich heisses, eigenartig riechendes Wasser aus dem Boden. Ein Wunder der Natur und der Ursprung der Schwefel-Thermalquelle von Bad Schinznach mit ihrer heilenden Kraft aus den Tiefen der Erde.